Tischlerei Wiggers GmbH & Co. KG
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Ausbildung zur Tischlerin: Annika und Linda starten bei uns

Zum 1. August haben Annika und Linda ihre Ausbildung zur Tischlerin bei der Tischlerei Wiggers in Nordhorn begonnen – vom Praktikum ins Team.

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Team der Tischlerei Wiggers begrüßt die neuen Auszubildenden Annika und Linda vor der Werkstatthalle in NordhornKI-bearbeitet

Zum 1. August haben Annika und Linda ihre Ausbildung zur Tischlerin bei uns begonnen. Herzlich willkommen, ihr beiden. Für uns als Familienbetrieb bedeutet das mehr als zwei neue Namen auf der Werkstatttafel: Über 50 Jahre gewachsenes Handwerkswissen gehen an die nächste Generation weiter – Griff für Griff, Werkstück für Werkstück.

Wer sind Annika und Linda?

Beide sind uns keine Unbekannten. Annika und Linda haben vorab ein Praktikum bei uns gemacht – und dabei gezeigt, dass sie das Zeug zu richtig guten Tischlerinnen haben. Sie haben zugehört, nachgefragt, angepackt und sich nicht gescheut, ein Werkstück noch einmal von vorn zu beginnen, wenn die Kante nicht sauber war. Genau diese Haltung suchen wir. Dass beide auch menschlich perfekt ins Team passen, hat sich schon in den ersten Praktikumstagen gezeigt.

Empfangen haben wir sie so, wie man neue Kollegen empfängt: mit dem ganzen Team vor der Werkstatthalle, Geschenkkörben und einem gemeinsamen Anstoßen. Ein kleiner Moment, der viel über unser Verständnis von Betrieb sagt – wer hier anfängt, gehört dazu. Nicht irgendwann nach der Probezeit, sondern ab Tag eins.

Dass zwei junge Frauen ihre Ausbildung im Tischlerhandwerk beginnen, freut uns besonders. Der Beruf lebt von Präzision, räumlichem Denken, Gestaltungsgefühl und Ausdauer – Eigenschaften, die mit Haltung zu tun haben. Und Haltung bringen beide mit.

Herzlicher Empfang vor der Werkstatthalle: das ganze Team begrüßt Annika und Linda zum Ausbildungsstart.
Herzlicher Empfang vor der Werkstatthalle: das ganze Team begrüßt Annika und Linda zum Ausbildungsstart.

Wie läuft die Ausbildung zur Tischlerin ab?

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre – und sie beginnt nicht direkt an der Hobelbank in unserer Halle. Das erste Jahr verbringen Annika und Linda an der berufsbildenden Schule. Dort werden die Grundlagen des Tischlerhandwerks vermittelt, zum Teil praktisch in den Schulwerkstätten, zum Teil theoretisch im Unterricht: Holzarten und ihre Eigenschaften, einfache Holzverbindungen, technisches Zeichnen, Werkzeugkunde und der sichere Umgang mit Maschinen.

Ist dieses Jahr erfolgreich abgeschlossen, geht es mit dem zweiten Ausbildungsjahr im Betrieb weiter. Ab dann gehören Werkstattluft, Maschinengeräusch und Holzduft zum Alltag – unterbrochen von Blockunterricht, der alle paar Wochen ansteht und das Gelernte theoretisch einordnet. Dieser Wechsel aus Praxis und Schule ist kein Umweg, sondern ein Vorteil: Was in der Werkstatt in den Händen entsteht, bekommt im Unterricht seine Erklärung – und umgekehrt.

Was lernt man im Betrieb einer Maßtischlerei?

Sobald die Ausbildung in unsere Fertigungshalle wechselt, wird aus Theorie Material. In einer Maßtischlerei wie unserer kommt dazu: Jedes Werkstück ist ein Einzelstück. Man lernt also nicht einen einzelnen, immer gleichen Ablauf, sondern das Denken dahinter.

  • Holzkunde in der Praxis: Eiche, Esche, Buche, Ahorn – wie einheimische Hölzer arbeiten, wie sie duften und wie unterschiedlich sie auf Feuchtigkeit reagieren.
  • Handwerkzeug: Hobel, Stemmeisen, Feinsäge, Schleifklotz. Wer Werkzeuge von Hand beherrscht, versteht später auch die Maschine besser.
  • Maschinen- und CNC-Technik: sicheres Arbeiten an Formatkreissäge, Abrichte, Kantenanleimer und Bearbeitungszentrum in unserer eigenen Fertigungshalle.
  • Zeichnungen lesen und umsetzen: Aufmaß und Planung liegen bei uns in der Arbeitsvorbereitung. In der Werkstatt geht es darum, Zeichnung und Stückliste exakt in ein Werkstück zu übersetzen – und zu verstehen, warum ein Millimeter am Anfang später fünf Millimeter Ärger bedeutet.
  • Oberflächen: Ölen, Wachsen, Lackieren, Beizen – und wie stark eine Oberfläche den Charakter eines Möbels verändert.
  • Montage beim Kunden: Treppen, Einbauschränke, Parkett, Innenausbau – Arbeiten im bewohnten Haus, mit Respekt für Raum und Menschen.

Dazu kommt etwas, das in keinem Lehrplan steht: das Gefühl für Material. Wann eine Fuge stimmt. Wann ein Brett noch ruhen muss. Wann eine Fläche wirklich glatt ist – nicht mit den Augen geprüft, sondern mit der Hand.

Warum ist eine Ausbildung im Familienbetrieb besonders?

In einem familiengeführten Betrieb steht der Nachwuchs nicht am Ende einer langen Kette, sondern mittendrin. Die Wege sind kurz, die Ansprechpartner immer greifbar – und Wissen wird nicht per Handbuch, sondern über die Schulter weitergegeben.

Über 50 Jahre Erfahrung stecken in diesem Betrieb: in Verbindungen, die halten, in Kniffen beim Furnieren, in der Ruhe, mit der ein erfahrener Kollege eine kniffelige Ecke angeht. Solches Wissen entsteht, wenn jemand zeigt, wie er den Hobel ansetzt, und die Auszubildende es zwanzig Mal selbst macht, bis die Späne gleichmäßig fallen.

Dazu kommt, dass unsere Auszubildenden den ganzen Weg eines Auftrags miterleben – vom Ausstellungsraum über die Fertigung bis zur Übergabe im fertigen Zuhause. Wer einmal gesehen hat, wie eine Familie ihre neue Treppe zum ersten Mal betritt, versteht, wofür man in der Werkstatt so genau arbeitet. Und wer weiß, dass rund 90 Prozent unserer Energie aus der eigenen Solaranlage stammen und wir bevorzugt einheimische Hölzer verarbeiten, lernt von Anfang an, Handwerk und Verantwortung zusammenzudenken.

Wie bewirbt man sich für eine Tischlerausbildung in Nordhorn?

Wer bei uns anfangen möchte, braucht keine perfekten Zeugnisse, sondern echtes Interesse an Holz, Sinn für Genauigkeit und die Bereitschaft, zuzuhören und selbst anzupacken. Uns sind vor allem wichtig:

  • Freude an handwerklicher Arbeit und Sorgfalt im Detail
  • Räumliches Vorstellungsvermögen – wer eine Zeichnung im Kopf drehen kann, hat es leichter
  • Teamgeist: In der Werkstatt und auf der Montage arbeitet niemand allein
  • Neugier auf Material, Maschinen und Menschen

Ein Praktikum ist der beste Einstieg – bei Annika und Linda war es genau so. Werkstattluft, Maschinengeräusch, Holzduft: Das sagt mehr als jede Berufsbeschreibung, und wir lernen uns dabei gegenseitig kennen. Mehr über unseren Betrieb, unsere Fertigung und unseren Ausstellungsraum finden Sie auf unserer Website.

Annika und Linda, wir freuen uns auf die kommenden drei Jahre mit euch – auf ein gutes erstes Schuljahr, auf die ersten sauberen Zinken an der Hobelbank und auf den Moment, in dem ihr euer erstes eigenes Möbel beim Kunden aufstellt.

Häufige Fragen

In der Regel drei Jahre. Das erste Jahr findet an der berufsbildenden Schule statt, danach geht es mit dem zweiten Ausbildungsjahr im Betrieb weiter. Bei guter Leistung ist eine Verkürzung möglich.

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